Ventilator Care Bundle Anästhesie

Ziel

Alle Massnahmen dienen der Reduktion von Atelektasen, da Atelektasen in Ventilationsstörungen bis hin zur Pneumonie resultieren können.

Vorbereitung des Patienten auf Station

  • Zahnhygiene präop (abends)
  • Mundspülung mit Chlorhexidin 0.2% 10ml (OP Morgen, ohne Nutzung Zahnpasta)

Durchführung der Anästhesie

Tubuscuff

  • Benetzen mit Gel (Optilube)

Präoxygenation

  • Präoxygenierung mit 100% O2, APL-Ventil evtl. auf 5 mbar stellen

Einleitung und Durchführung einer Allgemeinanästhesie

  • Cuffdruck 25-30 cm H20, möglichst wiederholte Messungen (gerade bei Hypothermie)
  • Recruitment Manöver unmittelbar nach Intubation
  • PEEP >5cm H20
  • intraoperative Beatmung mit FiO2 von 0.6-0.8
  • Bei erwarteter Nachbeatmung länger als 16h: Tubus mit subglottischer Absaugung wählen

Ausleitung einer Allgemeinanästhesie

  • Präoxygenierung mit FiO2 80%
  • grosszügige Reversion der neuromuskulären Blockade
  • Extubation im Pressure Support, wenn vorhanden
  • Blähen vor Extubation mit 20mbar PEEP über ca. 5-10 sek. mit Pressure Support
  • O2-Gabe wenn SpO2 < 94%

Nach der Anästhesie

Lagerung

  • 30 Grad Oberkörperhochlagerung bei fehlender Kontraindikation (Wirbelsäulenchirurgie)

AWR

  • 30 Grad Oberkörperhochlagerung bei fehlender Kontraindikation (Wirbelsäulenchirurgie)
  • O2-Gabe wenn SpO2 < 94%

 

Literaturangaben

Ventilator-assoziierte Pneumonie – bereits ein Thema bei der Narkoseeinleitung, Luzia Vetter; LUKS Infektiologie

DAS Abschlussarbeit Vetterlu VAP Anä 20160103_def