HNO

Eingriffsspezifische Besonderheiten

Operateur und Anästhesist teilen sich oft dasselbe Arbeitsfeld. Genaue Absprachen notwendig.

Besonders zu beachten:

  • Anatomie (Zahnstatus, Mundöffnung, Abszesse, Tumore, Missbildungen )
  • HNO Spiegelbefund
  • Voroperationen und Bestrahlung (schwierige ITN auf alten Narkoseprotokolle )
  • Hinweis auf Beeinträchtigung der oberen Luftwege (Stridor, Dyspnoe, Dysphagie)
  • Blutungen – Ödeme
  • erschwerte Aufwachphase (Schmerzen, Hustenreiz, Sekret, Blut, Nasentamponade, dislozierte Tamponaden, Nachblutungen, Schwellung)

 

Organisatorisches

 

Anästhesie Verfahren:

  • Grossteil der Eingriffe in Allgemeinanästhesie, wenige Eingriffe in LAS möglich
  • Gehäuft schwierige ITN.
  • Standard Algorithmus schwieriger Atemweg.
  • Narkoseführung
  • Senkung der Ödem- und Blutungsneigung durch konsequentes Vermeiden von Blutdruckspitzen
  • Leichte Kopfhochlagerung  mit ungestörtem venösen Rückfluss
  • Sparsame Volumentherapie,
  • Lokale Infiltration mit Adrenalin
  • Atraumatische Operationstechnik
  • Postoperatives Management
  • Postoperative Umstellung der oberen Luftwege oft schwierig – erhöhte Aufmerksamkeit bezüglich der respiratorischen Funktion erforderlich
  • progrediente lokale Schwellung – rechtzeitige Reintubation und/oder ZIM-Verlegung
  • Schmerztherapie nach Standard
  • OSAS nach Standard