Geräte und Utensilien

Narkosegerät

Die Funktion des Narkosegeräts wird nach den Vorgaben des jeweiligen Herstellers sowie den einschlägigen Bestimmungen des Medizinproduktegesetzes geprüft.

Wichtigste allgemeine Prüfpunkte sind:

  • Sind alle Geräteteile vorhanden?
  •  Zentrale Gasversorgung angeschlossen?
  • Ist der Absorber mit frischem Atemkalk gefüllt?
  • Sind die Ventilplättchen vorhanden und intakt?
  • Ist der Vapor angeschlossen und gefüllt?
  • Ist das Schlauchsystem vollständig und intakt (Beatmungsbeutel, Beatmungsschläuche, Y-Stück, Bakterienfilter, Gasprobenabsaugung)
  • Ist das Gerät dicht?
  • Drehen sich die Rotameter frei?
  • Sind die Volumeter funktionstüchtig?
  • Sind die Alarmfunktionen intakt?
  • Sind die Ventile intakt?
  • Ist die Absaugeinrichtung funktionstüchtig?
  • Ist ein Handbeatmungsbeutel am Gerät?
  • Ist eine passende Beatmungsmaske vorhanden?
  • Funktioniert die maschinelle Beatmung?

Überwachungsgeräte

  • EKG-Monitor
  • Nichtinvasive Blutdruckmessung
  • Pulsoxymeter
  • Atemgasüberwachung für O2, CO2 und volatile Anästhetika

Narkosewagen

Für die Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit des Wagens ist die eingeteilte Pflegekraft verantwortlich. Jeder Mitarbeiter muss die Ausstattung des Narkosewagens und den Lagerort der Zubehörmaterialien kennen. Während der Narkose bleibt der Wagen in unmittelbarer Reichweite des Patienten.

Zubehör

  • Sind Notfallmedikamente vorhanden?
  • Ist das Intubationsset vorbereitet und funktionstüchtig?
  • Sind Anästhetika aufgezogen und beschriftet?
  • Beatmungsmasken und Hilfsmittel zur Beatmung griffbereit?

Medikamente

Die Pflegekraft zieht die zum Standard gehörenden bzw. vom Anästhesisten zusätzlich gewünschten Medikamente auf und legt sie auf dem Narkosewagen bereit. Um Verwechslungen zu vermeiden, sind alle Spritzen mit den entsprechenden Aufklebern zu versehen oder sorgfältig zu beschriften. Für die Auswahl und Dosierung der Medikamente müssen immer Art und Dauer der Operation sowie die Begleiterkrankungen des Patienten berücksichtigt werden.

Übernahme des Patienten

Der Patient soll persönlich angesprochen und begrüsst werden, wobei sich das Anästhesie- Team mit Namen und Funktion vorstellt. Der Patient darf nach der Übernahme nicht mehr allein gelassen werden.

Zum weiteren Vorgehen gehören:

  • Überprüfen der Identität
  • Sind Aufklärungs- und Einwilligungsdokumente für OP und Anästhesie vorhanden?
  • Richtiger OP-Tisch? • Sind Art und Lokalisation des Eingriffs bekannt?
  • Sind Patientenakte und Befunde vollständig?
  • Ist der Patient nüchtern?
  • Hat der Patient eine Prämedikation erhalten?
  • Sind Allergien bekannt?
  • Information über den Zahnstatus (lockere Zähne, Zahnprothese?)
  • Ist die Blutgruppe bekannt, stehen erforderliche Blutkomponenten bereit?
  • Ist der Patient bequem gelagert und gegen Unterkühlen geschützt
  • Die Beingurte sind oberhalb der Kniegelenke angelegt und geschlossen.

Es folgen:

  • das Anlegen von EKG, Blutdruckmanschette und Pulsoxymeter
  • das Anlegen eines sicheren venösen Zugangs
  • Anschluss einer Infusionslösung
  • Die Ausgangsparameter RR, HF und SpO2 werden auf dem Anästhesieprotokoll dokumentiert. Die Alarme sind zu aktivieren und patientengerecht einzustellen.