Ablauf Operationstag und Transport auf IPS

Vorbereitung des Patienten

  • O2-Sättigung messen; je nach Sättigung O2 nasal, Sensor immer an linker Hand während OPS
  • EKG doppelt anlegen (Triggerkabel für Ballonpumpe) EKG-Leads über die Schulter führen (wegen Rollbrett) und abkleben
  • Arterie radialis links, ACT und ABGA abnehmen (nach Möglichkeit vor O2-Gabe). (Zusätzlich A. rad. rechts bei Kanülierung der A. subklavia)
  • Venflon linker od. rechter Vorderarm
  • NIBP-Manschette am re. Oberarm anlegen
  • EKG ausdrucken

Einleitung

  • Präoxigenieren
  • Einleiten in Anwesenheit vom Aufsichtsarzt
  • Intubation  →  sofort Pfleger rufen
  • Zentrale Leitung (3-Lumen über V. jugularis int. re; falls Pulmonaliskatheter  →  Swan-Ganz in V. Jug. int. re + 3-Lumen ZVK)
  • 2. Periphere Leitung mit Verlängerung (keine, falls Pumonalis)
  • Magen absaugen, Säubern der Mundhöhle mittels Chlorhexidin 0.2% getränkten Mundpflegestäbchen, TEE-Sonde platzieren
  • Tempikabel in Epipharynx
  • Augensalbe, Kleber
  • BIS
  • EKG ausdrucken

ACHTUNG: INFUSIONSMENGE MÖGLICHST GERING HALTEN

  • Übersichtliche Anordnung der Leitungen und Kabel
  • Lagerung des Patienten überprüfen (späterer Zugang nicht mehr möglich)
  • Dreiweghähne polstern
  • DK prüfen (Urin vorhanden?)

Komplettierung der Installation

  • Infusomat starten mit 180ml/h.
  • Esmeron-Perfusor starten mit 1 ml / 10 kg / h (=0.5 mg/kg/h).
  • Wärmematte anschliessen  →  erst nach ECC einschalten, bei Off-Pump sofort nach Eintreffen des Patienten
  • Temperaturbelegung am Modul: Oesophagus, Blase
  • Interne Defipads anschliessen und prüfen mit 30 Joule
  • Verlängerung für Wurzeldruck übernehmen, an weissen Transducer anschliessen, Bezeichnung PAD

Operation

Dauernde Kommunikation mit OP-Team und Beobachtung des OP-Gebietes wichtig!

  • Auf genügend Anästhesietiefe achten
  • Bei Sternotomie  →  Apnoe
  • Während IMA-Präparation  →  kleinere Tidalvolumen; PEEP reduzieren
  • Liqueminisierung
    • ECC = 300E/kg KG (Ziel ACT 420-480)
    • Off-Pump: 100 E/kg KG (Ziel ACT 250-300)
    • Liquemin durch ZVK spritzen nach vorheriger Blutaspiration
    • Bei Kontraindikationen für Liquemin findet sich ein Bivalirudin (Angiox®) Schema bei den Kardiotechnikern
  • Vor Aortenkanülierung BD syst. unter 100 (durch Steuerung der Anästhesie oder medikamentös)

ECC

  • Beatmung in Rücksprache mit Chirurgen abstellen
  • Primus auf „Manuell“ in HLM-Betrieb mit 2 l O2 und Druckfeder zw. 0-5cm H2O stellen
  • Infusionen abstellen, Basisinfusion am Infusomat auf 60ml/h reduzieren
  • Esmerondosis halbieren
  • Medi über Spritzenpumpe auf Anordnung des Anästhesisten
  • Monitoralarme und Ton ausschalten
  • Kardiotechniker über laufende Medi informieren
  • Bilanz bis ECC (Urin- und Infusionsmenge)
  • auf Protokoll ECC-Zeit und Aortenabklemmzeit notieren
  • Ausscheidung während ECC Kardiotechniker mitteilen

Vorbereitung zum ECC-Ende

  • Tavegyl und Protamin (in 2 Kurzinfusionen verteilen) vorbereiten
  • Noradrenalin oder andere Vasoaktiva nach Absprache
  • Anästhesieverfahren nach ECC vorbereiten (Propofol DT)
  • Volumengabe vorbereiten
  • Bett von IPS in Ausleitung stellen, mit Transportwagen verbinden
  • Bett nur noch beim Notfallherz bestellen, kommt beim elektiven automatisch
  • Transportmonitoring und Oxilog prüfen
  • Rollbrett bereitlegen
  • Alle Unterlagen sammeln (EKG, KG etc.) und in Röntgenfach von Transportwagen legen

ECC-Abgang

  • Nach Aortenöffnung bereit sein zur Defibrillation
  • Wärmematte einschalten, sobald Kardiotechniker aufwärmt
  • Pacerkabel mit Pacer verbinden und in Betrieb nehmen (Cave: Zurückgleiten der Kabel in OP-Feld vermeiden)
  • Mit gewähltem Anästhesieverfahren beginnen (z. Z. Inhalationsanästhesie)
  • Beatmung nach Rücksprache mit Chirurgen starten
  • Infusomat auf 180 ml/h erhöhen
  • Chirurg meldet: Tisch gerade stellen  →  mittels “O” Funktion; Transducer neu eichen
  • Tavegyl vor Protamingabe obligatorisch
  • Protamingabe auf Anordnung des Chirurgen in Kurzinfusion an peripherer Leitung starten, nach der Hälfte der Protamininfusion Chirurg informieren
  • Uringesamtmenge nach ECC an Kardiotechniker melden.
  • Vor Sternumverschluss IPS vorinformieren

Transport auf IPS

  • Umlagern
  • Patient direkt im Saal ins IPS-Bett umlagern
  • Beatmung auf Oxilog wechseln
  • bei Entfernung der TEE Sonde nochmals Säuberung der Mundhöhle wie oben beschrieben
  • Modul wechseln
    • Spritzenpumpen, Infusomat mit Infusionsständer auf IPS mitnehmen
    • Adrenalin, Noradrenalin und Perlinganit müssen für den Transport gut greifbar sein.

Nicht vergessen:

  • Übrige Medikamente in Tüte mitnehmen
  • Volumenreserve
  • Vorhandene Ec-Konzentrate gehen ins Labor zurück
  • Unterlagen, KG
  • Protokoll etc.
  • IPS vor Abfahrt informieren (97-4422)
  • Monitor Module und Kabel bleiben auf IPS, ausser BIS, HZV, 3. Druckmodul
Patient wird vom Anästhesie-Team transportiert und zusammen mit IPS-Team auf der Abteilung installiert. Rapportieren. Die Anästhesie verlässt den Patienten erst, wenn er vollständig installiert und kreislaufmässig stabil ist.

Die Anästhesiepflegeperson ist verantwortlich für die vollständige Retablierung des gebrauchten Materials, sowie Bereitstellung des Materials in Saal 7 für einen Notfalleingriff.
OPS-Tisch mit Kabeln steht auf dem Gang bereit.