Laparoskopische Eingriffe

Eingriffspezifische Besonderheiten

Diagnostische Laparoskopie, Staging-Laparoskopie, Appendektomie, transabdominale präperitoneale Netzimplantation (TAPP), kleinere intraabdominelle Eingriffe

Komplikationen:
  • Luftembolie (CO2-Insufflation, selten), Subcutan-/ Mediastinalemphysem (selten), Pneumothorax/Spannungspneumothorax (selten)
  • Erhöhte Rate an PONV; Schulterschmerzen postoperativ

Lagerung

  • rechter Arm ist angelagert (bei der Entfernung des Appendix ist linker Arm angelagert)
  • beim TAPP, dem intraperitonealen Onlay-Mesh für Narben oder Parastomale Hernien (IPOM) sowie bei Robotic-assisted-laparoscopic-Surgery (RAL) sind beide Arme angelagert (Infusionsverlängerung einbauen)

Anästhesieverfahren

  • (C-) ITN (akutes Abdomen, chronische Cholezystitis)
  • Gas oder TIVA
  • DK bei Unterbaucheingriffen

Narkoseführung

  • Tiefe Muskelrelaxation: TOF<1 sowie genügend tiefe Anästhesie, insbesondere bei Einführung der Trocars (Gefahr von Verletzungen durch Bewegungen des Patienten)
  • Durch eine tiefe Relaxation kann der Druck des Pneumoperitoneums gesenkt werden
  • Nach Anlegen des Pneumoperitoneums Gefahr der einseitigen Intubation (Auskultation), erhöhte Beatmungsdrucke und Hyperkapnie (AMV erhöhen), bei hohen Spitzendrucken auf PCV umstellen (Tidalvolumina beachten!) ; Auskühlung bei hohem CO2-Flow
  • Subcutanes Luftemphysem: Übermässiger Anstieg des endexspiratorischen CO2, das trotz erhöhtem AMV nicht abgeatmet werden kann (DD: maligne Hyperthermie) Krepitus über Brust/ Sternum/ Hals
  • CAVE: Lagerungsschäden wie Weichteilkompression mit Plexusschaden am Hals
  • Spärliche Diurese während des Pneumoperitoneums akzeptieren (postop kontrollieren!)
  • Erhöhte PONV-Rate: PONV-Prophylaxe mit 8mg Dexamethason und 4mg Zofran

Postoperatives Management

  • Analgesie mit PCA in Reserve
  • Postoperative Probleme: Hautemphysem, Pneumothorax/Pneumomediastinum (selten)